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Nüsse knacken für den Lebensunterhalt 
 

Projektdauer: 1 Jahr (2021–2022) 

Land: Brasilien 

Partnerorganisationen: ASFOCO, Brasilien und Cooperaxion, Schweiz 

 

In Brasilien werden indigene Minderheiten zunehmend marginalisiert. So auch die Quilombos – Dorfgemeinschaften, die im 18. Jahrhundert von geflüchteten oder freigelassenen Sklavinnen und Sklavenen gegründet wurden.  

 

Im Bezirk Codó im Bundesstaat Maranhão kämpfen die Quilombos-Dorfgemeinschaften für die Aufrechterhaltung ihrer traditionell betriebenen Landwirtschaft und für den freien Zugang zu den für sie existentiell wichtigen Babaçu-Palmen. Rund 400’000 Menschen in dieser Region leben vom Ertrag, der durch das Sammeln, Knacken und Verarbeiten der Babaçu-Nüsse generiert wird. Diese Schwerarbeit wird von Frauen verrichtet, weshalb die Babaçu-Nuss auch zum Symbol der lokalen Frauenbewegung geworden ist. 

 

Seit 2008 arbeitet Cooperaxion mit den Babaçu-Knackerinnen, die sich mittlerweile zur Kooperative COOAAFA zusammengeschlossen haben. 

Ziel der Zusammenarbeit ist es, ihnen neue soziale und wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen sowie ihre Arbeit und ihre kollektive Identität als Babaçu-Knackerinnen zu würdigen. 

 

Im Projektjahr 2021 bekommen die Nussknackerinnen eine neue Ölmühle. Zudem werden sie in moderneren Arbeitstechniken geschult, um die Produktion zu steigern und um die Qualität der Babaçu-Produkte – Öl, Seife und Kosmetika – zu verbessern.  

 

Neben dieser technischen Weiterbildung werden die Frauen auch über Bürgerinnen- und Menschenrechte aufgeklärt und erhalten Unterstützung beim Kampf um die ihnen gesetzlich zustehenden Zugangsrechte. 

 

Ziel für 2021 sind die Erschliessung neuer Absatzmärkte für die Babaçu-Produkte und die Autonomie der Kooperative bei der Ölproduktion und Vermarktung.