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Recht auf sauberes Wasser und Nahrung 

 

Projektdauer: 1 Jahr (2021) 

Land: Bolivien (Departement Oruro) 

PartnerorganisationColectivo CASA, Bolivien   

 

Bolivien gehört zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. Ein wichtiger Wirtschaftssektor ist nach wie vor der Bergbau. Moderne Abbaumethoden unter Verwendung chemischer Stoffe vergiften jedoch Boden und Wasser. Es sind vor allem die Frauen, die die Konsequenzen tragen müssen. Auf der Suche nach sauberem Wasser müssen sie oft weite Strecken zurücklegen. Frauen leisten wichtige Arbeit auf dem Feld:
Sie säen, suchen Wasser für die Bewässerung und verbringen ganze Tage mit der Produktion von Nahrungsmitteln. 

 

Mit dem Projekt will die lokale Organisation CASA die Frauen weiterbilden und stärken, damit sie ihren Einfluss auf die Umweltagenden der Kommunalregierungen geltend machen und das Recht auf Wasser und Nahrung einfordern können. Die Unterstützung reicht von Investitionen in Kommunikationsmittel (um die Online-Vernetzung der Frauen zu verbessern) über Schulungen in praktischer Lobbyarbeit bis zur Beratung bei der Formulierung von Umweltforderungen. Diese Aktivitäten bilden die Grundlage zu einer breit angelegten Advocacy-Kampagne für das Recht auf Wasser und Nahrung. 

Vom Projekt direkt begünstigt sind 60 indigene Frauen aus drei vom Bergbau stark betroffenen Gemeinden der Andenzone Boliviens. 

2020 gründete das Colectivo CASA mit Unterstützung des SKF (Schweiz. katholischer Frauenbund/Elisabethenwerk) eine Wanderschule für sauberes Wasser und kartierte natürliche Wasserressourcen. Dieses Wissen kann nun für die Lobbyarbeit bei den lokalen Behörden genutzt werden.